Public Switched Telephone Network: PSTN erklärt

Jahrzehntelang lief jedes Telefongespräch weltweit über dasselbe Netz: das Public Switched Telephone Network, kurz PSTN. Das öffentliche Telefonnetz war die Grundlage der globalen Kommunikation, zuverlässig, flächendeckend und für seine Zeit technisch ausgereift. Doch das PSTN wird schrittweise abgeschaltet, und Unternehmen, die noch über das klassische Public Switched Telephone System telefonieren, stehen vor der Frage: Was kommt danach?

Was ist das PSTN?

Das PSTN, ausgeschrieben Public Switched Telephone Network, ist das weltweite öffentliche Telefonnetz. Es besteht aus einem Geflecht aus Kupferleitungen, Vermittlungsstellen und internationalen Verbindungen, das über mehr als 100 Jahre aufgebaut wurde.

The PSTN funktioniert nach dem Prinzip der leitungsvermittelten Übertragung: Für jedes Gespräch wird eine dedizierte Leitung zwischen zwei Teilnehmern geschaltet, die für die Dauer des Gesprächs ausschließlich für diese Verbindung genutzt wird. Das macht das Public Switched Telephone System zuverlässig, aber auch ressourcenintensiv.

Das PSTN Public Switched Telephone Network ist kein einzelnes Netz, sondern eine Sammlung nationaler Telefonnetze, die über internationale Verbindungen miteinander verknüpft sind. In Deutschland wurde es von der Deutschen Telekom betrieben.

Public Telephone Network und ISDN: die Entwicklung

Das ursprüngliche Public Telephone Network war analog. In den 1980er-Jahren wurde es schrittweise durch ISDN erweitert, das Integrated Services Digital Network. ISDN digitalisierte die Übertragung und ermöglichte gleichzeitig Sprache und Daten über eine Leitung.

Doch auch ISDN ist Geschichte. Sowohl das analoge Public Switched Telephone als auch ISDN wurden in Deutschland abgeschaltet. Was bleibt, sind IP-basierte Anschlüsse, über die Gespräche als Datenpakete übertragen werden, statt als durchgehende Leitungsverbindung.

Warum das PSTN abgeschaltet wird

Das PSTN aufrechtzuerhalten ist teuer. Die Infrastruktur aus Kupferleitungen und analogen Vermittlungsstellen ist wartungsintensiv, schwer skalierbar und nicht kompatibel mit modernen Datendiensten. IP-Netze übertragen Sprache effizienter, flexibler und kostengünstiger.

Für Netzbetreiber weltweit war die Abschaltung des Public Switched Telephone Network daher keine Frage des Ob, sondern des Wann. In Deutschland ist die Umstellung abgeschlossen. Unternehmen, die noch Anschlüsse auf Basis des alten Public Telephone Network nutzen, sind längst auf IP-Anschlüsse migriert, oft ohne es bewusst wahrzunehmen.

Was bedeutet die PSTN-Abschaltung für Unternehmen?

Für viele Unternehmen hat die Abschaltung des PSTN praktische Konsequenzen:

Analoge Endgeräte wie Faxgeräte, Modems und ältere Telefonmodelle funktionieren über IP-Anschlüsse nicht mehr ohne Adapter. Telefonanlagen, die direkt auf das Public Switched Telephone Network ausgelegt waren, müssen ersetzt oder angepasst werden. Rufnummern können in der Regel portiert werden, also vom alten Anschluss auf den neuen IP-Anschluss übertragen werden.

Der Übergang vom Public Switched Telephone System zur IP-Telefonie ist technisch kein großer Sprung. Funktional bietet die neue Welt mehr: mehr Flexibilität, mehr Funktionen, mehr Kontrolle über die eigene Erreichbarkeit.

Von the PSTN zur Cloud-Telefonanlage

Wer den Wechsel vollzieht, tauscht nicht nur eine Leitung gegen eine andere. Eine moderne Cloud-Telefonanlage ersetzt das gesamte Public Switched Telephone Network im Unternehmenskontext: sie verwaltet Rufnummern, verteilt Anrufe, bietet Anrufwarteschlangen, Berichte und Präsenzstatus, und läuft ohne eigene Hardware beim Unternehmen.

Mitarbeiter telefonieren über IP-Telefone, Softphones oder Apps, von jedem Standort aus, immer unter derselben Firmennummer. Was früher eine fest installierte Leitung erforderte, funktioniert heute über die Internetverbindung.

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